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Flachschleifmaschine ist nicht gleich Flachschleifmaschine
Wenn Flächen oder Passungen mit höchster Ebenheit und Parallelität hergestellt werden müssen, gelangen Dreh- und Fräsmaschinen meist an ihre Grenzen. Die Lösung: professionelle Flachschleifmaschinen.
Hohe Oberflächengüte verlangen Schleif- bzw. Poliermaschinen, beispielsweise vom Typ der Flachschleifmaschinen. Bei Flachschleifmaschinen führt das Werkzeug die Zustell- und Schnittbewegung aus und das Werkstück den Vorschub. Die Werkzeuge der Flachschleifmaschinen sind Schleifkörper, welche mit hohen Umfangsgeschwindigkeiten rotieren. Diese Schleif- oder Polierscheiben, wie die Werkzeuge von Flachschleifmaschinen umgangssprachlich genannt werden, bestehen aus vielen kleinen Schleifmittelkörnern, die durch verschiedenste Bindemittel in den benötigten Werkzeugformen zusammengehalten werden. Die eigentlichen Schleifmittel der Scheibe können zum Beispiel verschiedene Korunde, Quarze oder Diamanten sein.
Nicht nur das einfache Schleifen einer glatten Oberfläche ist mit Flachschleifmaschinen machbar. Durch das Profilschleifen oder auch Einstechschleifen ist es unter anderem auch möglich, Nuten und Passungen zu erzeugen. Dabei ist die Schleifscheibe als Negativabdruck des zu erzeugenden Profils ausgearbeitet. Auch Formschleifen ist bei exklusiveren Flachschleifmaschinen möglich. Ähnlich wie bei Fräsmaschinen erfolgt bei modernen Flachschleifmaschinen die Bewegung des Schleifwerkzeuges über eine CNC-Steuerung, welche entsprechend programmiert werden muss.
Flachschleifmaschinen werden in Umfang- und Stirnschleifmaschinen unterschieden.
Die Stirnschleifmaschine führt den Schleifvorgang mit der Stirnseite des Schleifkörpers aus, was bedeutet, dass die Schleifspindel senkrecht zur Werkstückoberfläche steht. Beim Umfangschleifen wird das Werkstück mit dem Umfang der Schleifscheibe bearbeitet. Dabei steht die Schleifspindel einer Flachschleifmaschine horizontal zur Werkstückoberfläche. Das zu bearbeitende Werkstück fährt dabei unter dem Werkzeug hin und her und wird Stück für Stück abgetragen.
Die typischste Variante der Flachschleifmaschinen ist die Umfangschleifmaschine.
Alle Flachschleifmaschinen bestehen meist aus schweren Gusskörpern mit einer hohen Verwindungssteifigkeit, was die Basis für hohe Präzision ist. Der Antrieb der Achsen erfolgt bei vielen Flachschleifmaschinen über Drehstromservomotoren und Zahnriemen- bzw. Kugelspindeltrieb. Die Schleifscheibe wird bei Flachschleifmaschinen ebenfalls über einen Drehstrommotor angetrieben und rotiert mit konstanter Geschwindigkeit. Eine gleichmäßige Umlaufgeschwindigkeit ist ausschlaggebend für die Schleifqualität einer Flachschleifmaschine, ebenso wie die spielfreie Lagerung der Achsen. Zuverlässigkeit und eine hohe Lebensdauer sollten Flachschleifmaschinen auszeichnen, ebenso wie eine einfache und vor allem sichere Bedienung. Die numerische Eingabe der Zustellwerte hat bei Flachschleifmaschinen ebenso wie bei anderen Werkzeugmaschinen, wie Dreh- und Fräsmaschinen, Einzug gehalten. Oft ist die Eingabe der Parameter bei gut ausgestatteten Flachschleifmaschinen über ein einfach zu reinigendes Folienbedienfeld oder per PC realisierbar - es sei denn, es handelt sich um ausschließlich mechanische Verfahrensweisen. Rein konventionelle Flachschleifmaschinen findet man heute jedoch eher selten und sind in größeren Unternehmen kaum mehr zu finden. Aber auch bei CNC-gesteuerten Flachschleifmaschinen ist es möglich, die Maschine über Handräder zu bedienen. Das Verfahren bei solchen Flachschleifmaschinen wird hierbei jedoch nicht durch bloße Muskelkraft erzeugt, sondern von Elektromotoren unterstützt.
Sicherheit bei Flachschleifmaschinen
Zur sicheren Bedienung unterliegen alle Flachschleifmaschinen gesetzlichen Bestimmungen. Aufgrund der hohen Umlaufgeschwindigkeiten des Werkzeugs in Flachschleifmaschinen, kann es in seltenen Fällen zum Bruch der Schleifscheibe kommen. Dies kann ohne ausreichenden Schutz katastrophale Folgen haben, sodass Flachschleifmaschinen mit entsprechenden Schutzhauben ausgerüstet sind. Diese Hauben dienen dazu, eventuell davonfliegende Bruchstücke in Flachschleifmaschinen sicher aufzufangen.
Bei Flachschleifmaschinen mit elektromagnetischen Werkstückaufnahmen prüft zudem ein Schutzmechanismus vor dem Anfahren der Schleifscheibe, ob der Magnetaufspanntisch aktiviert wurde. Dieser Mechanismus soll ein unkontrolliertes Davonfliegen des Werkstückes verhindern, welches eventuell aus Unachtsamkeit noch nicht befestigt wurde. Flachschleifmaschinen mit anderen Befestigungssystemen, wie zum Beispiel die Befestigung mit T-Nutenschrauben, verlangen vom Bediener größte Aufmerksamkeit in Bezug auf die Befestigung des Werkstückes. Schon beim Wechsel der Schleifscheibe können Gefahrenquellen ausgeschlossen werden. Zuverlässige und erfahrene Bediener von Flachschleifmaschinen unterziehen die Scheibe einer Klangprobe, um eventuelle Transportschäden auszuschließen.
Nicht nur grobe Bruchstücke können in Flachschleifmaschinen zur Gefahr für den Bediener werden. Das Schleifen ist trotz allem ein Zerspanungsvorgang, nur entstehen hier sehr viel feinere Späne als beim Fräsen.. Durch das Schleifen mit Flachschleifmaschinen werden außerdem einzelne Schleifmittelkörner aus dem Werkzeug herausgebrochen, wodurch ein feiner Staub entsteht. Dieser Staub wird zum größten Teil im Kühl- Schmiermittel gebunden, jedoch stellt ungebundener Staub, welchen Flachschleifmaschinen produzieren, ein Sicherheitsrisiko dar. Um diesem Problem der Flachschleifmaschinen adäquat zu begegnen, verfügen moderne Flachschleifmaschinen über eine Absaugung.
Standzeiten und Arbeitsablauf bei Flachschleifmaschinen
Die Standzeiten der Werkzeuge in Flachschleifmaschinen sind üblicherweise von der Beanspruchung abhängig. Ein Drehmeißel oder ein Fräskopf wird neu geschliffen oder ersetzt - mit geringem Zeitaufwand. Auch bei Flachschleifmaschinen besteht die Möglichkeit, das Werkzeug zu regenerieren.
Es handelt sich bei den Schleifscheiben um sogenannte Werkzeuge mit geometrisch unbestimmten Schneiden, welche sich im Arbeitsablauf ungleichmäßig abnutzen. Um eine höchstmögliche Präzision beim Schleifen mit Flachschleifmaschinen zu erreichen, ist es in regelmäßigen Intervallen notwendig die Schleifscheiben abzurichten. Hierfür wird das Werkzeug über eine in der Flachschleifmaschine enthaltenen Vorrichtung an einen Industriediamanten geführt und abgedreht. Dieser Vorgang gewährleistet wieder eine exakte und plane Oberfläche des Werkzeuges.
Flachschleifmaschine ist jedoch nicht gleich Flachschleifmaschine. Maschinen mit hoher Abtragsleistung sind nicht immer die qualitativ besten, wobei auch die Wahl der Schleifmittel eine nicht zu verachtende Rolle spielt. Bei der Auswahl von Flachschleifmaschinen stehen der Zweck und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.
Flachschleifmaschinen: flexible Werkzeuge
Je nach Einsatzzweck sollte man bei Flachschleifmaschinen auf einen starken Spindelantrieb, einen angemessenen Schleifbereich und einen geringen Platzbedarf achten. Schnelle und präzise Tischmaschinen mit geringem Verschleiß und hoher Zerspanungsleistung gibt es ebenso wie Rundtischmaschinen in vielfältigen Angeboten. Kompakte Rundtischmaschinen eignen sich vor allem bei der Produktion von Massen- und Kleinteilen. Auch runde Teile stellen kein Problem dar und im Gegensatz zu gewöhnlichen Tischmaschinen entfallen bei einer modernen Rundtischanlage die Umsteuervorgänge. Flachschleifmaschinen gibt es natürlich für alle Verwendungszwecke mit verschiedenen Ausstattungen. |